Himmelstreppe
Das Bauwerk hat die Form eines Dreiecks, dessen langer Schenkel 23 m mißt, hat eine Höhe von 16 m. Die Hypotenuse beträgt 28 m. Die Stirnseite des Bauwerks ist an der Basis 6,80 m breit, verjüngt sich bis zur Spitze auf 3,60 m und wird durch einen 60 cm tiefen Einschnitt profiliert und vertikal gegliedert.
52 Stufen führen zu einer 4 m unterhalb der Krone liegenden Plattform.
Von dieser Ebene erreicht man drei untereinanderliegende Stockwerke.
Im oberen Stockwerk ist ein Objekt aus zwei handgeschmiedeten Flügeln installiert.
Die Flügel, deren Spannweite 3,50 m beträgt, haben ein Federkleid
aus handgeschmiedeten Messern.
Goldene Spirale
Im Zentrum des Bauwerks, das durch den Goldenen Schnitt bestimmt ist, befindet sich ein Brunnen. Der Grundriß ist aus neun Viertelkreisen konstruiert, deren Radien sich nach dem Prinzip der Fibonacci-Reihe des Leonardo von Pisa (1180 – 1250) vergrößern, d.h. einer Summenreihe, in der jede Zahl die Summe der beiden voran gegangenen Zahlen ist:1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55 ...
Jede Triade dieser Summenreihe ergibt eine Annäherung an den Wert des Goldenen Schnittes. Diese Verbindung des Goldenen Schnittes mit der Fibonacci-Reihe ist eine Gesetzmäßigkeit, die sich in vielen Prozessen der Natur wiederfindet. Die ansteigende Umfassungsmauer aus Bruchsteinen erreicht nach 260 m mit 6 m ihren höchsten Punkt. Die aufgeschüttete Rampe aus Lehmerde führt ins Zentrum der >Spirale<, zum Eingang. Eine Wendeltreppe aus Granit führt 27 Stufen abwärts zu den unter der Rampe liegenden Arbeits- und Wohnräumen. Weitere 100 Stufen führen in die Tiefe, zum Brunnen. Auf der Wasseroberfläche schwimmt eine Arche – ein aus Gold geschmiedetes Urboot.
Stadt des Orion
Der Orion ist eines der ältesten Sternbilder. Seinen mythologischen Ursprung hat er im sumerisch-babylonischen Gilgamesch-Epos aus dem dritten vorchristlichen Jahrtausend. In diesem Epos stellt das Sternbild einen hünenhaften Kämpfer dar, der schwerttragend und keulenschwingend den wütenden Angriffen eines Stiers abwehrt. Die Ägypter sahen im Sternbild Orion ihren Gott Osiris, den Herrscher des Totenreichs. In der griechischen Mythologie verkörpert Orion, neben anderen Gestalten, einen großen Jäger aus längst vergangenen Zeiten, der mit seinen beiden Hunden über das nächtliche Firmament dahinjagt. Die Mythen, die sich
um dieses Gestirn und seine benachbarten Sternfigurationen ranken, ist Ausgangspunkt dieser Konzeption. Sie sieht vor, die sieben Hauptsterne: Rigel, Saiph, die drei >Gürtelsterne< Mintaka, Alnitak und Alnilam, sowie Bellatrix und Betelgeuse, durch die gleiche Anzahl von Beobachtungstürmen und vierzehn weitere, kleinere Sterne, die unter anderem den >Kopf< und das >Schild< des Orion bilden, aus gestampftem Lehm darzustellen.
Die Anordnung und Ausrichtung der Türme im Grundriß der Anlage wird durch
die
Position der Sterne im Sternbild bestimmt. Ihre Abmessungen in Höhe,
Breite und Tiefe sind aus der Helligkeit und Ausdehnung der Sterne abgeleitet.
Im >Schwertgehänge< der mittlere Stern M 42 (Pferdekopf-Nebel), ist durch
einen überbauten Brunnen symbolisiert. Über Treppen, die seitlich an den sieben Haupttürmen nach oben führen, erreicht man im oberen Drittel Beobachtungssitze.
Zu festgelegten Zeiten können durch Einschnitte in den Wänden die Sterne: Procyon (Sternbild Kleiner Hund), Aldebaran (Sternbild Stier), Castor (Sternbild Zwilling), Capella (Sternbid Fuhrmann), Sirius (Sternbild Großer Hund), Lep (Sternbild Hase), Alnilam (Sternbild Orion) observiert werden. Obwohl die sieben großen Türme astronomische Bauwerke sind, ist diese Anlage in erster Linie mit der Absicht geplant, den Orion dreidimensional als Großskulptur auf der Erde darzustellen.
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